So bemale ich meine Laserschnitt-Projekte
Viele fragen mich, wie ich meine Sperrholzprojekte nach dem Laserschneiden bemale. In diesem Beitrag zeige ich dir meinen Ablauf, mit dem ich satte Farben und kontrastreiche Gravuren erziele.
Materialien
Ich verwende zwei Hauptfarben:
- Schwarz (Acrylfarbe)
- Palisander-Lasur (Holzlasur)
Alle Farben sind auf Wasserbasis. Ich verwende gewöhnliches Pappelsperrholz mit 3,8mm Stärke, die Methode funktioniert aber auch gut mit Birkensperrholz.
Arbeitsschritte
1. Grundierung des SperrholzesZuerst streiche ich die Sperrholzplatte mit schwarzer Acrylfarbe, die mit Wasser verdünnt ist (Verhältnis 1:3). So dringt die Farbe tiefer in die Holzfasern ein und lässt sich gleichmäßig auftragen. Zum Auftragen nehme ich einen ganz normalen Schaumstoffschwamm.
Nach dem Trocknen schleife ich die Oberfläche leicht mit feinem Schleifpapier (Körnung 1200). Dadurch werden aufgestellte Holzfasern entfernt und die Oberfläche wird glatt. Dieser Schritt macht die Arbeit mit kleinen Details nach dem Laserschneiden deutlich leichter.
2. Lasergravur und Zuschnitt
Wenn das Sperrholz gestrichen und geschliffen ist, geht es ans Gravieren und Schneiden mit dem Laser. Falls sich die Platte nach dem Streichen verzieht, befestige ich sie mit Klemmen auf dem Arbeitstisch des Lasers.
3. Den Kontrast der Gravur verstärken
Nach dem Gravieren trage ich mit derselben Farbe wie zuvor eine weitere Schicht schwarze Acrylfarbe auf die gravierten Details auf. Sobald sie trocken ist, schleife ich erneut – so entsteht ein Kontrasteffekt: Die Oberfläche wird grau, die Gravuren bleiben tiefschwarz.
4. Zusammenbau des Projekts
Zum Zusammenbauen verwende ich D2-Holzleim oder D3, wenn es wasserfest sein soll. So wird das fertige Stück stabil und langlebig.
5. Auftragen der Holzlasur
Nach dem Zusammenbau streiche ich das Stück mit einer palisanderfarbenen Holzlasur. Je mehr Schichten, desto dunkler der Farbton. Diese Art von Lasur wird normalerweise als Holzschutz im Außenbereich verwendet (z. B. für Terrassen und Zäune), sieht aber auch auf Sperrholz großartig aus.
6. Finish
Als Abschluss kann man einen farblosen Acryllack auftragen, aber auch ohne ihn sorgt die Holzlasur für ein schönes Endergebnis.
Details zur Holzlasur
Die Lasur, die ich verwende: OBI Holzlasur mit Tiefenschutz, Palisander. Vielleicht bekommst du genau diese nicht, aber es gibt zu 100 % gleichwertige Alternativen. Diese Lasur schützt Holz vor Feuchtigkeit und Sonne und ist vor allem für den Außenbereich gedacht. Inhaltsstoffe: Wasser, Öl, Farbstoff, Acryl, Härter. Wenn du genau dieses Produkt nicht findest, such nach einer Holzlasur mit ähnlicher Zusammensetzung. Als Abschluss kann man einen farblosen Acryllack auftragen, aber auch ohne ihn sorgt die Holzlasur für ein schönes Endergebnis.
Varianten
Die Anzahl der Farbschichten lässt sich anpassen:
- Für ein helleres Ergebnis schleife ich gründlicher.
- Für ein dunkleres Ergebnis trage ich zusätzliche Schichten auf.
Fazit
Mit dieser Methode bekommst du ein tiefes Schwarz, einen klaren Gravurkontrast und einen satten Holzton. Das Wichtigste: Farben auf Wasserbasis verwenden und sorgfältig schleifen – dann wird das Ergebnis am besten.
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